Logic Analyser Probe

Im EEVblog Electronics Community Forum bin ich auf einen Beitrag von Sergej Petrukhin gestoßen. Er beschreibt dort den Bau der Lowcost-Variante eines digitalen Tastkopfes, ausgelegt für die Logik-Schnittstelle von Oszilloskopen der Serie RIGOL MSO5000. Da ich selber ein Modell dieser Serie besitze, wollte ich dieses Teil nachbauen, bin dort aber schnell an Grenzen gestoßen. Die verwendeten LVDS-Schaltkreise waren zum damaligen Zeitpunkt weltweit nicht zu beschaffen 🙁 . Verfügbar war aber das Bauteil mit gleichen Eigenschaften allerdings in einer Package-Version mit vier gleichen Einzelbauelementen. Ausgehend von Sergejs Schaltungskonzept habe ich ein neues Design unter Verwendung des LVDS-Leitungstreibers SN65LVDS391D im SOIC16-Gehäuse erstellt und auch dort im Forum unter der Variante 3.x veröffentlicht. Als Nebeneffekt hat sich das Leiterplattendesign auch vereinfacht.
Näheres über LVDS findet man z.B. hier

Logik Probe, komplett - für RIGOL MSO5000
Oszillogramm eines Frequenzteilers 8:1

Das Teil verfügt über 16 digitale Eingänge mit 3,3V/5V-TTL-Pegeln. Diese Werte sollten auch nicht überschritten werden. Für Signale mit höheren Spannungen könnte man Spannungsteiler vorschalten.
Die Verbindung mit dem Digitaleingang des Oszilloskops erfolgt über ein Flachbandkabel und 2x20poligen Pfostenbuchsen. Darüber erfolgt auch die Spannungsversorgung. Die Messeingänge liegen an zwei 2x8poligen Wannensteckern an. Zur Signalanbindung habe ich vier Sätze mit jeweils vier Federmessklemmen gebaut und eine weitere Leitung für die GND-Anbindung mit einem Bananenstecker.
Einen kompletten Satz detaillierter Bauunterlagen gibt es hier:

Eingangsteiler 1:3

Wie schon oben erwähnt, darf der Eingangspegel 5V nicht überschreiten, um die Eingangsschaltung der SN65LVDS391D nicht zu gefährden. Mitunter ist es jedoch notwendig, höhere Eingangspegel zu verarbeiten. In diesem Fall ist es zweckmäßig, mit einem Spannungsvorteiler zu messen. Der hier beschriebene Vorteiler bietet ein Teilungsverhältnis von 1:3. Das heißt, es können damit Signalpegel bis 15V angezeigt werden. Der Eingangswiderstand beträgt 30kΩ und ist frequenzkompensiert, um das Signal nicht zu verfälschen.
Das Modul besitzt 8 Kanäle und wird einfach in den Wannenstecker des Logic Probe gesteckt.